Solikonzi für einen Antifaschisten

Anstelle dummer Geschenke anlässlich eines dummen Festes zu verschenken, kommt am 22.12 in den Gasthof zum Widder und konsumiert im Namen der Solidarität! Denn nur gemeinsam sind wir stark und alleine machen sie uns einzeln ein!

Unter anderem diese Weltklassemusik gibt es zu hören:

und für alle die vor zwei Jahren am 1.Mai in Winterthur waren, sollten auch Rektalrausch bekannt sein. Punk von und für die Arbeiter*innenklasse! Abgerundet wird das ganze von der legendären Tumult Dj-Crew.

Vortrag der autonomen Antifa Wien und Kundgebung gegen PNOS-Parteitag

Diesen Freitag findet in Winti die letzte Veranstaltung der diesjährigen Antifarally statt. Bevor wir uns gemeinsam mit antifaschistischen Kräften aus der ganzen Schweiz den Nazis der Pnos in Bern entgegenstellen, besuchen uns die Genoss*innen der autonomen Antifa aus Wien und stellen sich die Frage : Wie abgefuckt ist Österreich?

Vor einem Jahr, am 15. Oktober 2017, hat die Nationalratswahl in Österreich stattgefunden. Dieser braune Tag im Oktober führte dann im November schlussendlich zur Koalitionsbildung zwischen der FPÖ und der ÖVP. Was es heisst wenn der Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verspricht -„Wir tun genau das, was wir im Wahlkampf versprochen haben. Wir setzen genau das um, wofür wir gewählt wurden“ – erzählen unsere Genoss*innen aus Wien. Ebenso berichten sie über die Auswirkungen die eine Regierung welche mit Burschenschaften und anderen extremen rechten Bewegungen kooperiert auf die radikale Linke und die Gesellschaft in Österreich hat.

Ab 19 Uhr gibt es für alle die Zeit haben und noch nicht 12 Stunden am Tag arbeiten müssen Vokü in der Gisi an der General Guisan Strasse in Winterthur. Der Vortrag mit vielen Bildern beginnt um 20 Uhr.

Wie hoffen auch diesen Samstag auf zahlreiche Antifa welche nach Bern kommen: https://barrikade.info/Demo-1-12-14-00-Bunt-statt-braun-1658

Soundtrack dazu: https://www.youtube.com/watch?v=bApAPKEeaC0

Antifa-Rally 2018

Nach einer erfolgreichen Vernetzung schweizweiter antifaschistischer Gruppen und Organisationen starten wir in diesem Jahr erneut eine Antifa-Rally um unsere Kontakte und unsere Kräfte zu einer schweizweiten Front zu konsolidieren.

Blicken wir auf die aktuelle politische Situation in Europa, sehen wir eine erstarkte Rechte mit Offenheit zum Faschismus. Die europäischen Staaten tendieren immer stäker zum Autoritarismus und greifen dabei auch auf den “Ausnahmezustand” zurück. Es erstarken nicht nur rechte Parteien und Bewegungen, auch der politische Diskurs verschiebt sich weiter nach Rechts. Um sich darüber auszutauschen und um Gegenstrategien entwickeln zu können, finden auch diesen November wieder in der ganzen Schweiz Veranstaltungen statt.
Pack deine Agenda und notier dir folgende Daten:

27.10. Basel, Infoladen Magazin, Inselstrasse 79, 18:00 Uhr:
Vortrag und Diskussion, mit Häppchen: «Rechtsextreme Verlage in Deutschland. Eine aktuelle Bestandsaufnahme»

1.11. Winterthur, Gisi, Gen. Guisanstr. 31, 20 Uhr:
Antifa Bar, Austauschen und Vernetzen bei Musik und Getränken, HC-Punk Konzi

2.11. Bern, 20 Uhr:
Vortrag und Diskussion: «Chemnitz inmitten sächsischer Verhältnisse»

2.11. Zürich:
Vortrag über die neofaschistische Bewegung «Résistance Helvétique» von der Groupe de Travail Antifa Genève

3.11. Zürich, Zeughausareal, 14Uhr:
«Antifa datet Zürich» – Der kompetitive Standrundgang. Ein Postenlauf an die schönsten Orte der Limmatstadt. Abend: Antifa-Party mit La K-trième Dimension (Militant-Rap aus Genf)

8.11. St.Gallen, CaBi Antirassismus-Treff, Linsebühlstrasse 47, 19.30 Uhr:
“Vielfältige Perspektiven jüdischen Lebens auch ausserhalb der Shoah und
israelischer Staatspolitik”

9.11. Bern, Bahnhofplatz, 19.30 Uhr:
Erinnern heisst kämpfen – Für eine solidarische Zukunft!

10.11. Solothurn, Cigno Nero, 18.30 Uhr:
Antifaabend mit Film und Buffet

15.11. Zürich, Freiestrasse 134, 18.30 Uhr:
Vortrag und Diskussion: «Vielfältige Perspektiven jüdischen Lebens auch ausserhalb der Shoah und israelischer Staatspolitik»

16.11. Basel, Infoladen Magazin, Inselstrasse 79, 18 Uhr:
Vortrag und Diskussion, mit Häppchen: «Vielfältige Perspektiven jüdischen Lebens auch ausserhalb der Shoah und israelischer Staatspolitik»

17.11. Genf, Silure, 3 sentir de Saules, 19 Uhr:
Vernissage Ausstellung über neofaschistische Bewegungen in der Schweiz von der Groupe de Travail Antifa Genève (17. – 30.11.)

22.11. Genf, La Makhno, 4 pl. des Volontaires:
Antifa-Rally Trash Party mit Trash & Zbeul (Lyon), Soliparty für die Antifa
Genf

23.11. Winterthur, General Guisanstr. 31, 19.30 Uhr:
Vortrag über neofaschistische Bewegungen in der Westschweiz von der Groupe de Travail Antifa Genève

30.11. Winterthur, Gisi, General Guisanstr. 31, 20 Uhr:
Vortrag der Autonomen Antifa Wien mit Vokü ab 19 Uhr: “FPÖ, ÖVP und Burschenschaften an der Macht- Auswirkungen auf die Gesellschaft und die radikale Linke”

Ob SVP oder Eso-Nazi – Faschos aufs Maul. Bekämpfen wir gemeinsam die
faschistischen Bewegungen hier und überall. Der Aktionsmonat November
bietet Raum um in die Offensive zu gehen – zu vernetzen, informieren
und agieren. Die #Antifarally ist das, was wir gemeinsam daraus machen.

Organisiert euch! Informiert euch! Beteiligt euch!
Let’s fight back!
#antifarally#161#antifa

MOBITRACK: https://www.youtube.com/watch?v=bApAPKEeaC0

Updates über #antifarally auf Insta, Facebook und Twitter sowie barrikade.info

Kein Platz für PNOS und andere Nazis!

Volles Programm im Kalender der Schweizer Neonazis. Viel haben sie sich vorgenommen in diesem Winter. Gleich mit zwei Mobilisierungen erscheinen sie auf dem Radar.

Obwohl das Feld rechter parlamentarischer Politik von der SVP bereits mit deren menschenverachtender Ideologie besetzt ist, existieren auch in der Schweiz nach wie vor offen neonazistische Kleinstparteien, welche vom aktuellen Rechtsruck profitieren wollen.
Die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) ist eine 2001 von im militanten rechten Netzwerk “Blood & Honour” organisierten Neonazis gegründete Partei. Sie probiert sich seit einigen Jahren unter ihrem Präsidenten und ideologischen Führer Dominic Lüthard neu zu formieren, um in der parlamentarischen Politik Fuss zu fassen und sich mit internationalen Akteur*innen der extremen/neuen Rechten zu vernetzen.

Ausserparlamentarischer Aktionismus
Nach ihrem lächerlichen und gescheiterten Versuch, ins Berner Kantonalparlament gewählt zu werden, suchen die PNOS-Mitglieder nun wieder andere Aufgaben, die sie im Namen des “biologischen Schweizer Volkes” in Angriff nehmen können.
Dazu gehören aktuell einerseits die vom Basler alt-Rassisten, Urkundenfälscher und Wahlbetrüger Eric Weber sowie von dem PNOS Mitglied und Ku-Klux-Klan Fan Tobias Steiger angemeldete Kundgebung am 24. November in Basel und andererseits der Parteitag der PNOS am 1. Dezember mit internationalen Gästen.

Die Vorstellung, dass in der drittgrössten Schweizer Stadt Nazis marschieren – flankiert vom parteieigenen Sicherheitsdienst «Ahnensturm», welcher nicht nur durch die Wortgebung an die Sturmabteilung von Hitlerdeutschland erinnert -, sollte alle fortschrittlich denkenden Menschen aufschrecken und zum Handeln bewegen. In Hinblick auf den 24. November muss die Parole «Kein Fussbreit dem Faschismus» ernst genommen und umgesetzt werden, egal in welcher Form und mit welchen Mitteln. Gerade in Basel, einer Stadt, in der es in jüngster Vergangenheit vermehrt zu gewaltvollen Übergriffen gegen Minderheiten gekommen ist, gilt es sich solidarisch zu zeigen und reaktionären Tendenzen etwas entgegenzusetzen.

Genauso gilt es den Parteitag der PNOS am 1. Dezember unter dem Namen «Europa Nostra II» im Grossraum Bern zu verhindern und zu thematisieren. Abgesehen von der Notwendigkeit, ein Erstarken der Partei und ihrer Basis zu verhindern, ist in diesem Fall die internationale Vernetzung mit anderen rechtsextremen und faschistischen Parteien sowie Bewegungen ein weiteres Unterfangen der PNOS, welches es vehement zu bekämpfen gilt. Die diesjährige Gästeliste unterstreicht den rassistischen und menschenverachtenden Charakter des Parteitags und gibt Anlass, näher auf diese einzugehen.
Von Wiederholungstätern und Symbolfiguren

Schon zum zweiten Mal bei der PNOS zu Gast ist neben dem schon erwähnten Eric Weber auch das deutsche AfD-Mitglied Lutz Urbanczyk. Urbanczyk besitzt eigentlich kein Mandat oder Amt in der Partei, tritt jedoch unter ihrem Namen als Redner bei rechten Demos und Veranstaltungen auf. Mit dem Hashtag #wirsindnochmehr (gegen linke Hetze) bekennt sich der Berliner, welcher oft auf Anlässen wie Pegida oder Thügida anzutreffen ist, als Teil des rassistischen Mobs in Chemnitz. Ein weiterer internationaler Gast, welcher Raum für seine Hetze erhalten soll, ist Markus Ripfl, Vorsitzender von “Die Stimme” aus Österreich – eine Partei, die sich als «heimatliebende soziale Alternative» darstellt. Ripfl wurde Anfang des Jahres aus der rechtspopulistischen und Regierungsverantwortung tragenden FPÖ ausgeschlossen, weil er in der Silvesternacht auf YouTube ein Lied des Rechtsrock-Projekts “Division Germania” aus Mönchengladbach mit einem „Like“ versehen hatte. Der 23-jährige Videoblogger ist zudem Mitglied in der rechtsextremen «Akademischen Burschenschaft Olympia» in Wien, wo er sich gerne auch mal mit Keltenkreuzfahne und Hitlergruss ablichten liess.

Als absoluter Stargast wurde der Führer der US-amerikanischen Alt-Right-Bewegung, Richard B. Spencer, angekündigt. Spencer und die Alt-Right-Bewegung stehen für eine «arisch» geprägte Bevölkerungspolitik und sind ausgesprochen antisemitisch. 2016 wurde Spencer weltweit bekannt, als er anlässlich des Wahlsiegs von Trump „Heil Trump! Heil unserem Volk! Sieg Heil!» schrie, und einige Anwesende den Hitlergruss zeigten. Ob Spencer allerdings tatsächlich vor Ort sein oder nur per Videobotschaft zugeschaltet wird, steht noch in den Sternen, denn gegen den 40-jährigen Neonazi besteht anscheinend im Schengen-Raum – und damit auch in der Schweiz – ein Einreiseverbot.
Neu auf dem braunen Parkett der PNOS erscheint Pal Peter Walter. Der in Olten wohnhafte Schweiz-Ungare vertritt die Partei «Mi Hazank» aus Ungarn und spielt sich zum Interessenvertreter für in der Schweiz lebende Ungar*innen auf. “Mi Hazank” steht für «Unsere Heimatbewegung» und ist eine rechtsextreme Partei, welche vom ehemaligen Vize-Präsidenten der faschistischen Jobbik und anderen Partei-Abweichler*innen gegründet wurde, da ihrer Meinung nach die Jobbik-Führung ihre radikalen Wurzeln verlassen hatte.

Komplettiert wird diese demagogische Runde durch den 87-jährigen Rassisten, Geistheiler, Nationalökologen und ehemaligen Nationalrat für die Schweizer Demokraten Valentin Oehen. Über Jahre hinweg war er die Führungsfigur der «Nationalen Aktion für Volk und Heimat» und war als Mitbegründer der «Ecopop-Initiative» verantwortlich für die Verschmelzung von Anti-Ausländer-Politik und Ökologie.

Zur Ideologie der PNOS
Macht es Sinn, eine Partei, die praktisch nichts auf die Reihe kriegt, so in den Mittelpunkt zu rücken? Dies ist eine berechtigte Frage. Die Analyse ihres Parteiprogramms und ihrer Ideologie jedoch machen antifaschistisches Handeln durchaus notwendig. Ebenso ihre Vernetzung im Schweizer Neonazi-Milieu, welche von den “Hammer Skins” bis zu “Blood & Honour” und “Combat18”-Aktivisten reicht.
Laut PNOS sollte ein “biologisch gewachsenes” Volk die Nation ausmachen. Dieser Nation mit ihrem Volk sollte absolute und einzige politische Treue geschworen werden, doch würden geheime Logen und Bünde diese nationale Loyalität momentan untergraben. Solche Ausflüge ins Land der Verschwörungstheorien kommen in ihrem Parteiprogramm wiederholt vor. Zum Beispiel, wenn sie von der Gleichschaltung der Kinder in Tageskrippen phantasieren und diese darum abgeschafft gehören. Oder dass die Schweizer Rechtsprechung mittlerweile zur Hälfte von der EU und anderen multinationalen, “demokratisch nicht legitimierten” Organisationen bestimmt würde. Wie ihre Fascho-Freund*innen der italienischen “Casa Pound”-Bewegung bezieht sich die PNOS auf das Konzept des Ethnopluralismus. Sodenn müssten alle Massnahmen zur Integration von Geflüchteten verhindert werden, da diese nur die Rückführung und Reintegration in das jeweilige Herkunftsland erschwerten.

Es wird klar, welche Ziele die PNOS verfolgt. Eine Gesellschaft, welche nach “Rassen” getrennt werden sollte. Separate Schulen für Kinder mit fremdsprachigem Hintergrund. Einbürgerungen nur in absoluten Sonderfällen und mit eingeschränkten Rechten. Sofortiger Landesverweis für straffällige Ausländer*innen, egal wegen welchem Gesetzesbruch. Der reaktionäre Charakter der Partei kommt ebenso in der Familienpolitik zur Geltung. In ihrem patriarchalem Weltbild nimmt die Frau eine zweitrangige Rolle ein. Zuhause in der Familie – der “kleinsten Zelle der natürlichen Volksgemeinschaft” – soll sie für die Kinder. Die traditionellen Familienstrukturen sollten aufrecht gehalten werden. Homo-Ehen, Geschlechtervielfalt- und gleichstellung sowie unterschiedliche Sexualitäten seien für diese Strukturen eine Bedrohung, so die Partei. Dass die PNOS-Mitglieder für ein Abtreibungsverbot einstehen, ist nur eine logische Konsequenz.

Mit der Forderung nach der Wiedereinführung der Todesstrafe stehen sie ihren Nazifreund*innen in der USA und Deutschland in nichts nach. Denn schaut man sich auch andere Programme an, wie zum Beispiel jenes der nationalsozialistischen NPD aus Deutschland, erkennt man auffällig viele Parallelen. Auch bei wirtschaftlichen Fragen kommt das wahre Gesicht der PNOS zum Vorschein. Während sie einerseits den “globalisierten” Welthandel verteufeln, weil die Grenzen dadurch niedergerissen werden, propagieren sie ganz nach ihrem US-amerikanischem Vorbild einen geschlossenen protektionistischen Kurs. Der Wettbewerb soll sich innerhalb eines “reinen” Schweizer Marktes entfalten. Das so fortgeführte kapitalistische System soll zusätzlich von selbsternannten “völkischen” Schlägerbanden geschützt werden.

Antifaschistisch aktiv werden
All diese Informationen sollten zum Anlass genommen werden, um kommende Aktivitäten der PNOS nicht mehr möglich zu machen. Hier in der Schweiz sind wir in der privilegierten Lage, solchen Auswüchsen noch Einhalt zu gebieten. Ganz im Gegensatz zu Ländern mit faschistischen, rechtsextremen oder autoritären Regierungen wie in Ungarn, Türkei oder Brasilien, in denen der tägliche Kampf zur Überlebensnotwendigkeit geworden ist. Auch der Blick nach Deutschland, Italien oder Österreich sollte uns aufrütteln und motivieren. Getreu dem Motto «Wehret den Anfängen» gilt es, diesem neonazistischen Gedankengut keinen Raum zu gewähren.

Das heisst konkret im Alltag: Vermieten wir diesen Neonazis keine Räume! Machen wir keine Geschäfte mit ihnen! Reden wir nicht mit ihnen! Isolieren wir sie! Denn Faschismus ist keine Meinung, über welche man verhandeln kann, sondern ein Verbrechen. Dies war Gestern so, dies ist Heute so und dies wird Morgen so sein!

Antifaschismus hat viele Gesichter. Jedes einzelne ist notwendig im Kampf für eine solidarische und gerechte Gesellschaft. Ob auf dem Land oder in der Stadt, seid kreativ, seid laut, seid organisiert und seid wachsam.

Siamo Tutti Antifascisti!

PNOS Demo und Parteitag verhindern

300 Personen Demonstrieren gegen Blocher!

Am Dienstag Abend dem 13. November 2018 demonstrierten gut 300 Personen gegen einen Vortrag von Christoph Blocher in Uster (Zürcher Oberland). Weiter Informationen zu der Demonstration gibt es unter Barrikade.info

Uster bleibt solidarisch! Um 19 Uhr versammelten sich gut 250 Demonstrierende am Bahnhof Uster. Die Polizei zeigte sich offensiv und in Leuchtuniform, kümmerte sich jedoch hauptsächlich darum, den Verkehr flüssig laufen zu lassen. Nachdem eine Rede verlesen wurde lief die Demonstration in Richtung Stadthofsaal – wo der Vortrag von Blocher stattfand. Nach wenigen Metern wurde die Demonstration mittels Robocops und Gitterwagen daran gehindert die geplante Route weiter zu gehen. Ein kurzer Umweg via eines anschliessenden Parkplatzes und eine kleine Treppe runter reichte jedoch um die Strassensperre der Polizei komplett zu umlaufen und so machte sich die Demonstration unter den gestressten Augen des Grossaufgebotes der Polizei auf den Weg Richtung Stadthofsaal. Die Polizei schaffte es dann gerade rechtzeitig (und mit grosser Hektik) sämtliche Zugänge vom Stadtpark – wo sich die Demonstration zwischenzeitlich einfand – zum Ort des Vortrages zu sperren. Die Demonstrierenden verlasen daraufhin eine weitere Rede und machten sich auf eine längere Runde quer durch Uster um die Demonstration dann selbstbestimmt am Ustermer Bahnhof aufzulösen.

Weitere Bilder: /https://www.ajour-mag.ch/300-personen-demonstrieren-in-uster-gegen-blocher/

 

Blocher hau ab! Uster bleibt solidarisch!

 

GEGEN RECHTE HETZE
GEGEN BLOCHERS AUFTRITT IN USTER
FÜR DIE SOZIALE REVOLUTION
FÜR EINE SOLIDARISCHE GESELLSCHAFT

Büezer*inne vo hüt gäge Rächti vo geschter

Link zum Aufruf:

https://barrikade.info/DEMO-BLOCHER-HAU-AB-Uster-bleibt-solidarisch-1505

Alle nach Uster! Geschter, Hüt und Morn- chum mir wered ois!

Zu Nicolas Galladés “Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention”

Quelle: https://barrikade.info/Winti-Antifa-Fahnen-an-Fussballmatch-1327

Winti: Antifa-Fahnen an Fussballmatch

Fans aus der Bierkurve des FCW zeigen Flagge!

In einer Broschüre der Stadt Winterthur setzt SP-Stadtrat Nicolas Galladé Antifaschismus mit Jihadismus und Rechtsextremismus gleich. Als Reaktion darauf wurden am FCW-Match vom 11.8.2018 zahlreiche Antifa-Fahnen hochgehalten.

„Wie soll ein Sportverein reagieren, wenn die eigenen Fans die Flagge einer militanten Antifa-Gruppe schwenken?“ – Nicolas Galladé in der Broschüre „Umgang mit radikalen Personen und Gruppen“

SP-Stadtrat Nicolas Galladé setzt in einer Broschüre der Stadt Winterthur Antifaschismus mit Jihadismus und Rechtsextremismus gleich. Dabei bezieht er sich eindeutig auf die antirassistische und antifaschistische Fankurve des FC Winterthur.
Mit seiner Aussage verharmlost er die reaktionären, menschenverachtenden Ideologien und Taten der JihadistInnen und FaschistInnen. Und er stilisiert eine Fankurve zum Problem, die weit über Winti hinaus den guten Ruf hat, sich aktiv gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie zur Wehr zu setzen. Gerade in Zeiten, in denen die rechten HetzerInnen überall auf dem Vormarsch sind, ist es wichtig in allen Bereichen antifaschistisch präsent zu sein. Deshalb wurden am FCW-Match vom 11. August 2018 auf der Winterthurer Schützenwiese zahlreiche Antifa-Fahnen hochgehalten.
In Gedenken an die Antifaschistin Heather Heyer, die am 12.8.2017 in den USA von einem Nazi ermordet wurde – kein Vergeben, kein Vergessen!
Remembering Charlottesville – united we stand against fascism!
Winti siempre antifascista!
#antifa #bierkurve #antifarally #alloutaugust #fcwinti

PS: Die Broschüre “Umgang mit radikalen Personen und Gruppen” findet sich hier: https://stadt.winterthur.ch/themen/leben-in-winterthur/kinder-jugendliche-und-familien/pravention/extremismus-und-gewaltpravention/wissen/broschuere-fuer-vereine/broschure-radikalismus-gzd.pdf/view

ALLE AUF DIE STRASSE! AUF ZUR DEMONSTRATION „AFRIN IST ÜBERALL – ÜBERALL IST WIDERSTAND!“ GEGEN DIKTATUR, KRIEG UND FASCHISMUS!

Wann: 22. Februar 2018, 18.30 Uhr (Besammlung)
Wo: Neumarkt, Winterthur.

Seit dem 19. Januar 2018 dauert nun der Überfall der türkischen Armee auf die Demokratische Föderation Nordsyrien an. Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ steht der Kanton Afrin im Nordwesten Syriens seit einem Monat unter massivem Beschuss durch die türkische Artillerie und Kampfjets. Mit unzähligen Luftangriffen wurden zivile Viertel Afrins und Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) bombardiert, Besitztümer der Bevölkerung durch die marodierenden Militärs geplündert, Frauen geschändet. Eingesetzt werden bei diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auch deutsche Kampfpanzer vom Typ “Leopard 2”. Selbst ein Flüchtlingscamp, in dem über 500.000 Menschen aus anderen Teilen Syriens Zuflucht gefunden haben, wurde nicht verschont. Die türkische Besatzungsarmee rückt gemeinsam mit islamistischen Verbänden der so genannten „Freien Syrischen Armee“ an fünf Fronten auf Afrin vor. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten jedoch erbitterten Widerstand und wehren unter größter Opferbereitschaft den türkischen Vormarsch ab. Doch Erdogan hat angekündigt, dass die Besatzung Afrins nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll. Die bisherige Bilanz der Invasion: über 250 getötete ZivilistInnen, darunter etliche Kinder, rund 200 im Widerstand gefallene FreiheitskämpferInnen, aber auch rund 300 gefallene türkeitreue Söldner der FSA, 33 tote türkische Invasoren.

Bomben gegen eine freiheitliche Gesellschaft

Der autoritär-nationalistische türkische Staat versucht in Afrin das demokratische Projekt, das unter größten Anstrengungen und schweren Opfern in den nunmehr fünf Jahren der Revolution aufgebaut und verteidigt wurde, zu zerschlagen. In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert. Die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demokratie. In Nordsyrien haben sich die verschiedenen Völker der Region zusammen ein gemeinsames Leben erkämpft, jenseits von Nationalismus, religiösem Sektierertum und imperialistischer Fremdbestimmung.

Ein Frühling der Frauen

In Nordsyrien wird heute eine Gesellschaft aufgebaut, in der Frauen ihre Geschicke selbstbestimmt in die Hand nehmen und autonome Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfindet. Diese Frauenrevolution ist die Garantie für den Erfolg der Revolution in Rojava. Die Revolution in Nordsyrien ist ein Frühling der Frauen und nie werden sie den Frühling aufhalten können. Mit einer kommunalen Ökonomie und einer basisdemokratischen Räteverwaltung wird versucht, ein Leben jenseits der kapitalistischen Verwertungslogik und staatlicher Bevormundung aufzubauen.

Gestern der IS, heute Erdogan

Während 2014 die nordsyrische Stadt Kobanê von den Mörderbanden des sogenannten Islamischen Staats belagert wurde, sind wir in Europa und auf der ganzen Welt zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen, um genau diese Werte und diese Revolution gemeinsam zu verteidigen. Genau wie damals muss heute klar sein: Das Schicksal der Revolution in Nordsyrien und des Mittleren Ostens steht heute in Afrin auf dem Spiel!

Bei jeder Schweinerei ist die Schweiz mit dabei!

Genau wie damals gilt es heute auf internationaler Ebene Widerstand zu entwickeln. Es ist offensichtlich, dass dieser verbrecherische Überfall auf Afrin nur Realität werden konnte dank dem Zuschauen der USA und Russlands sowie dank der Unterstützung, die das diktatorische Regime Erdogans aus Berlin, aus Brüssel und anderswo erhält. Es sind Panzer, Fahrzeuge und Gewehre, allesamt in deutschen Fabriken produziert, mit denen die türkischen Soldaten heute über die Grenze nach Afrin marschieren. Aber auch die Schweiz lieferte dem NATO-Mitglied Türkei von 2005 bis 2015 Waffen und Munition im Wert von 30 Mio. Franken. Es ist die nahezu bedingungslose politische Rückendeckung durch die Herrschenden in Europa, die Ankara überhaupt erst dazu ermutigt hat, einen derartigen Völkerrechtsbruch zu unternehmen. Auch der Schweizer Bundesrat und mit ihm praktisch alle ParlamentarierInnen schweigen zum blutigen türkischen Überfall auf Afrin. Mehr noch hat das Schweizerische Staatssekretariat für Wirtschaft am Rande des diesjährigen WEF mit dem guten Partner Türkei ein neues Freihandelsabkommen geschlossen! Multimillionär und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann weiss eben: Beim Geschäften bloss keine falschen Skrupel haben! Doch nicht bloss gute Geschäftsbeziehungen stehen auf dem Spiel. Die Türkei hält für Westeuropa auch die abertausenden Mittellosen zurück, die vor Krieg, Not und Elend geflüchtet sind.

Widerstand jetzt!

Jede Regierung, die vor Erdogan kuscht, jedes Unternehmen, das mit dem Regime geschäftet, jede Zeitung, die zum Krieg schweigt, ist Teil von Erdogans Kriegspartei und muss die Verbrechen der Militärs und Islamisten mitverantworten. Sie alle werden auf unseren Widerstand stossen. Mit dem Geist von Kobanê müssen wir uns heute zusammentun, organisieren und gemeinsam zur Aktion schreiten, denn morgen schon könnte es zu spät sein. Afrin ist von allen Seiten umzingelt, also müssen wir die Luftröhre dieser Revolution sein.

Wir rufen daher all jene auf, die sich mit den Werten dieser Revolution identifizieren können, all jene, für die Rojava und die Demokratische Föderation Nordsyrien in den letzten Jahren zur Hoffnung und Inspiration wurde und all jene, die nicht mehr länger zusehen wollen, wie sich die europäischen Regierungen erneut zum Komplizen eines weiteren Massakers machen:

Kommt am 22. Februar, 18.30 Uhr auf den Neumarktplatz in Winterthur! Brechen wir das Schweigen!